Untersuchungen zur Effektivität der Anlauf-Druck-Technik beim Bobstart

Mittels Modellrechnungen und empirischer Untersuchungen wurde die Wirksamkeit der Anlauf-Druck-Technik im Vergleich zur konventionellen Technik beim Bobstart geprüft, um gegebenenfalls Leistungsreserven im Startbereich aufzudecken und auszuschöpfen. Die Objektivierung von Starts mit der Anlauf-Druck-Technik ermöglichte zudem die Kennzeichnung wichtiger kinematischer Parameter. Im Ergebnis der Untersuchung ist festzustellen und zu fordern: - Die vom Fahrer in bezug auf den Bob beim Anlaufen erzielte Relativgeschwindigkeit (=Geschwindigkeit des Fahrers beim Ergreifen des Schubbügels minus Geschwindigkeit des Bobs zu diesem Zeitpunkt) entscheidet über die Wirksamkeit der Anlauf-Druck-Technik. Voraussetzung ist die Entwicklung eines maximalen Anlaufens (Antrittsschnelligkeit). - Die maximale Relativgeschwindigkeit ist durch eine mannschaftsspezifisch optimale zeitliche Abstimmung von Fahrer und Bremser zu finden. Die Anlauf-Druck-Technik stellt also hohe Anforderungen an die zeitliche Koordination und ist demzufolge vorwiegend im Seniorenbereich anzuwenden. - Der Fahrer soll nicht auf den ruhenden Bob auflaufen und beim Ergreifen des Schubbügels mit einem oder mit beiden Füßen Bodenkontakt haben, um sofort aktiv beschleunigen zu können. Autorreferat
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:technische Sportarten Naturwissenschaften und Technik
Veröffentlicht in:Training und Wettkampf
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 1990
Ausgabe:28(1990)8, S. 51-63, 4 Abb., 2 Tab., 9 Lit.
Online-Zugang:https://open-archive.sport-iat.de/tupl/1990_08_Gutewort.pdf
Jahrgang:28
Heft:8
Seiten:51-63
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch